Ausflug nach Porto

Portugal Porto Altstadt

Größere Städte meiden wir normalerweise – machen aber bei Porto eine Ausnahme. Zum Glück! Am 1. November, pünktlich zum Anfang des neuen Monats, brechen wir vorübergehend unsere Zelte ab und düsen mit Knuffi los Richtung Porto. Paulo, der sich – genau wie wir – vorübergehend auf einem Camping in Nordportugal aufhält, ist unser Reisebegleiter und zugleich auch unser Stadtführer, da seine Familie teilweise aus Porto stammt.

Porto – liegt am Meer

280 Kilometer und eine tolle Berg-und-Tal-Fahrt später kommen wir auf dem Camping in Vila Nova de Gaia an, einer kleinen Stadt direkt bei Porto, nur durch den Rio Douro voneinander getrennt. Wir sind jetzt am anderen Ende von Portugal, einmal von Ost nach West, an der Atlantikküste. Tja, Portugal ist nun mal kein breites Land …! Der Camping ist keine Attraktion, was er auch nicht sein muss, liegt dafür aber fast direkt am Strand. Den laufen wir am nächsten Tag ein Stück entlang, um in die Stadt zu kommen.

Porto Strand

Portugal Spaziergang Strand

Dann geht es immer den Rio Douro entlang. Wir kommen am Hafen vorbei, an bunt angestrichenen Häusern, an manchen Fassaden finden sich auch wunderbar nostalgische Kacheln. Dann kommt etwas, das Jochen und ich noch nicht kennen: ein offenes Waschhaus, wo sich Frauen treffen und – eben Wäsche waschen. In riesigen Becken. Per Hand natürlich. So geht’s auch! Auf der anderen Seite des Flusses ist Porto zu sehen, am Ufer stehen immer wieder Männer, die ihre Angel ausgeworfen haben, ihr Gesicht in die Sonne halten oder miteinander schwatzen und geduldig darauf warten, dass ein Fisch anbeißt – oder auch nicht.

Portugal Vila Nova de Gaia

Portugal Vila Nova de Gaia Laden

Portugal Porto Flussufer

Porto – ist ein Paradies für Gourmands

Wir bekommen langsam richtig Hunger, und die kleinen Restaurants, an denen wir vorbeikommen, sehen einladend aus. In Restaurants in Portugal (zumindest dort, wo Einheimische essen) bekommt man Tagesgerichte, die für unsere Verhältnisse spottbillig sind. Dazu gehört dann ein ganzes Menü mit Vorspeise, Hauptspeise und Dessert plus Getränk (natürlich auch Wein) – und das in beachtlichen Portionen, die selbst mit großem Hunger nur schwer zu packen sind. Genau ein solches haben wir jetzt im Visier. Wir gehen ins „Tá-se Bem“ und lassen es so richtig krachen. Entsprechend zufrieden und träge hängen wir hinterher auf unseren Stühlen.

Porto Restaurant

Porto Restaurant Ta-Se Bem

Porto – hat eine bezaubernde Altstadt

Jetzt müssen wir nur noch über die Ponte Maria Pia. Die beeindruckende Brücke wurde von Gustave Eiffel konstruiert – was, wenn man es weiß, völlig klar ist. Und hat man die überquert, ist man auch schon mitten in der Altstadt von Porto, in der Ribeira, was auf Portugiesisch „Flussufer“ heißt – und genau das ist es ja auch. Ribeira ist eine typische Touristengegend, und heute wollen wir touristisch unterwegs sein, vor allem weil Paulo uns versichert, dass es sich lohnt, die Altstadt hinaufzusteigen.

Und ja, das tut es …! Wir tauchen ein in eine Welt aus Licht und Schatten, engen Gassen, Steintreppen und -häusern. Wir haben die Gassen ganz für uns allein, niemand begegnet uns. Es ist einfach nur friedlich und still.

Portugal Ponte Maria Pia

Portugal Porto Ribeira

Portugal Porto Altstadt

Portugal Porto Altstadt Gasse

Portugal Porto Altstadt

Portugal Porto Altstadt Steintreppe

Porto – bietet Kunst im Kleinen und im Großen

Nach einer kleinen Pause vor einer Bar (was nichts anderes als bei uns ein Café ist), wahlweise mit einem Digestif oder einem Erfrischungsgetränk (beides ist jetzt gern gesehen), werfen wir uns noch einen Moment lang ins Getümmel von Porto – was eigentlich gar kein richtiges Getümmel ist. Der Verkehr an der Straße zum Bahnhof, der im Zentrum Portos liegt, hält sich in Grenzen, es gibt kein hektisches Gehupe oder Geschreie. Auf dem Platz vor dem Bahnhof finden wir zwei große Steinkugeln, die kunstfertig und wunderschön mit Kacheln geschmückt wurden (wie haben die das gemacht?). Und dann – stehe ich im Bahnhof. Ohne Worte!

Portugal Porto Zentrum Stein

Portugal Porto Zentrum Bahnhof

Rechts: der Bahnhof

Portugal Porto Zentrum Kirche

Portugal Porto Bahnhof

Noch satt von der portugiesischen Hausmannskost und von all den Bildern und Szenen, die wir heute erlebt haben, gönnen wir uns ein Taxi zurück zum Camping.

Darf’s noch etwas mehr Porto sein?

Dann seht euch doch meine Bildergalerie an!

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