Marokko: von Essaouira nach Marrakesch

Marokko Moulay Bousselham Camping International

Heute geht es weiter mit dem Reisebericht, der im ersten Teil von unserer Fahrt von Taghazout nach Essaouira zum Camping „Le Calme“ erzählt hat. Bevor ich mich aber dem zweiten Teil widme, nämlich der Weiterfahrt nach Marrakesch, mache ich noch einmal einen kleinen Abstecher nach Tarifa am südlichsten Zipfel Spaniens.

Meinen letzten Beitrag habe ich ja dort verfasst, nachdem unsere dreimonatige Aufenthaltsberechtigung Mitte März abgelaufen war und wir Marokko vorerst hatten verlassen müssen. Dort hat es uns eine Woche lang gehalten, etwas unschlüssig, ob es nun direkt nach Marokko zurückgehen sollte (sehr, sehr verlockend) oder doch schon langsam nach Norden, in Richtung Kroatien (weniger verlockend, da noch zu kalt). Eigentlich war es nicht wirklich schwer, sich zu entscheiden: Nutzen wir die Zeit und die Gelegenheit und kehren auf den afrikanischen Kontinent zurück! Zumal unser Aufenthalt in Spanien Jochen prompt eine schöne, richtig hartnäckige Grippe beschert hat. Der Veterinär, bei dem ich mit Ganschi war, fasste es kurz und schmerzlos zusammen: „Todo el mondo tiene la gripe!“ Na prima.

Nach einer Woche Kampf gegen den fiesen Virus auf dem Camping „Alboustane“ in Martil – an der Mittelmeerküste im Norden Marokkos, direkt bei der Stadt Tétouan gelegen – haben wir uns aufgemacht und sind nun ein weiteres Mal in Moulay Bousselham gelandet. Dazu ein anderes Mal mehr (vorerst muss obiges Foto vom Baum neben unserem Stellplatz genügen); widmen wir uns stattdessen der nächsten Etappe unseres letzten Reiseberichts von Essaouira nach Marrakesch.

Nach einigen Tagen auf dem Camping „Le Calme“ ging sie weiter, die Fahrt in den Norden Marokkos. Marrakesch sollte unsere nächste Station sein. Dort wollten wir „unsere beiden Schweizer“ Floh und Eddy wiedersehen, die auf ihren Touren regelmäßig dort haltmachen. Der Weg führte uns vorbei an unermesslich vielen Arganbäumen und sanft geschwungenen Hügeln, dann wurde die Landschaft flacher – der Blick reichte endlos weit. In einer größeren Ortschaft meinte ein Esel, in aller Seelenruhe vor uns die Straße überqueren zu müssen. Wieder in der Pampa hielten wir am Rand der Route Nationale, machten eine kleine Verschnauf- und Kaffeepause – und bekamen Gesellschaft von einer Gruppe Schafe samt Schafhirtem.

Marokko Fahrt Essaouira Marrakesch

Arganbäume säumen den Weg

Marokko Fahrt Essaouira Marrakesch 16 Marokko Fahrt Essaouira Marrakesch 16 Marokko Fahrt Essaouira Marrakesch 16 Marokko Fahrt Essaouira Marrakesch 16 Marokko Fahrt Essaouira Marrakesch 16Marokko Fahrt Essaouira Marrakesch

Marokko Fahrt Essaouira Marrakesch 16

Die Erde ist rund …?

Marokko Fahrt Essaouira Marrakesch

Aus dem Gebäude rechts im Hintergrund kam, als wir wieder losfuhren, ein Mann herausgelaufen – um uns zum Tee einzuladen.

 

Die Fahrt führte uns weiter durch das Flachland zwischen Essaouira und Marrakesch, durchsetzt von einigen Hügeln, und ziemlich genau auf halber Strecke erreichten wir das Städtchen mit dem schönen Namen Chichaoua. Dort lachte uns eine kleine Essmeile an, also kehrten wir im „Café / Restaurant Zaitouna“ ein und ließen uns jeder eine Tajine schmecken.

Marokko Fahrt Essaouira MarrakeschMarokko Fahrt Essaouira Marrakesch

Das letzte Stück des Wegs führte uns durch eine karge Hügellandschaft – in der plötzlich Marrakesch auftauchte. Der Camping „Ferdaous“, der unser Ziel war, liegt praktischerweise direkt an der Hauptstraße Richtung Innenstadt und hat deshalb zwei wesentliche Vorteile: 1. Er ist sehr einfach zu finden (man kann höchstens dran vorbeifahren) und 2. muss man nicht durch die Stadt, um zu ihm zu gelangen. Unsere Schweizer waren auch schon da, und Eddy betätigte sich am nächsten Morgen als Pfauenflüsterer (mit ein wenig Bestechung in Form von Brotresten).

Marokko Fahrt Essaouira Marrakesch

Marokko Fahrt Essaouira Marrakesch

Die richtige Abfahrt von der Autobahn, wenn man zum Camping „Ferdaous“ in Marrakesch möchte: La Palmeraie

Marokko Camping Marrakesch Marokko Camping Marrakesch

Und zum Schluss noch ein kleines Schmankerl für alle, die den Film Idiocracy kennen und lieben: In einem der Einkaufszentren von Marrakesch (Was wir dort getan haben? Fragt lieber nicht – auch das hebe ich mir für ein andermal auf …) stoßen wir plötzlich auf eine Filiale von – Fuddruckers! Und tun was? Natürlich einen Riesenburger essen. Das wirklich einzige Mal in Marokko, dass wir in einen Fast-Food-Laden gestiefelt sind – aber es war richtig lecker … Das Beweisfoto:

Marokko Marrakesch Fuddruckers

Noch Fragen?

Morgen wollen wir erneut aufbrechen nach Marrakesch, die optimale Zwischenstation auf unserem weiteren Weg. Der soll uns – inschallah – nach Zagora führen, in eine Oasenstadt weit im Südosten. So nah waren wir der Sahara dann noch nie. Ich werde berichten …

3 Gedanken zu “Marokko: von Essaouira nach Marrakesch

  1. Oh, fein, wieder ein Text! 🙂
    Wir finden es in Kroatien übrigens gar nicht zu kalt (aktuell 22 Grad, Sonne, leichter Wind), und wir sind schon seit 10 Tagen da! Peter hatte schon den ersten Sonnenbrand auf der Nase. Buddy und Ayla schicken Hundegrüße an Rocky (Katze Fara rümpft nur die Nase 🙂

    Alles Gute Antje und Peter

    • Liebe Antje, lieber Peter,
      schön, von euch zu hören – und dass ihr wieder auf „eurem“ Platz seid! 🙂
      Ja, inzwischen wäre auch für uns Kuschelwetter in Pakoštane. Wir werden aber noch einen Moment hier in Marokko bleiben und erst später auf dem Autocamp vorbeischauen.
      Keine Sorge, es wird weiterhin – und in Zukunft regelmäßiger! – Texte und nicht nur Videobeiträge geben. Letztere sind für alle gedacht, die schon mal in die Landschaft Marokkos reinschnuppern möchten. Und dann gibt es ja auch noch Leute, die sich liebend gern „die schönsten Bahnstrecken Deutschlands“ und Kaminfeuer ansehen. 😉
      Lasst es euch gut gehen, vielleicht sehen wir uns ja noch in Pakoštane!
      Liebe Grüße – natürlich auch an Buddy, Ayla und Fara –
      von den „drei Knuffis“

  2. Liebe Claudia, was Du über den Abschied von Freddy, Euren Hund, geschrieben hast, war das Beste überhaupt und ich weiß gar nicht warum. Magisch? Ich glaube, es war sphärisch, großartig und voller Hoffnung … keine Ahnung auf was. Es hat gut getan und war was für die Seele. Deine Seele aus Samt … Valentin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.