Marokko: von Taghazout nach Essaouira

Mittlerweile liegt unser Aufenthalt im Camping „Terre d’Océan“ bei Taghazout vier Wochen zurück. In dieser Zeit sind wir über die Etappen Essaouira, Marrakech, Moulay Bousselham und Ceuta wieder Richtung Norden bis nach Tarifa gereist. Wir hatten uns in Marokko keine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung besorgt, mussten also nach drei Monaten wieder ausreisen. Außerdem fehlte uns noch die Bestimmung des Tollwut-Titers für Ganschi, unsere Katze, um am Zoll keine Probleme zu bekommen – so wie unser Nachbar auf dem Camping in Tarifa, der seinen Rottweiler an der Grenze für drei (!) Monate in Quarantäne geben musste. Naja, auch die Tierärzte wollen leben …

Da ich euch so viele Anekdoten, Eindrücke und Fotos zeigen und schildern und den Blog auf Reisen wieder auf den neusten Stand bringen möchte, könnt ihr in den nächsten Tagen die einzelnen Etappen unserer Reise in Marokko miterleben. Heute beginne ich mit der ersten Etappe, der Fahrt von Taghazout nach Essaouira auf den Camping „Le Calme“.

Aourir, Taghazout und die Küstenstraße nach Essaouira

Zunächst aber noch ein paar Impressionen von einem unserer Besuche im „Banana Village“ – oder Aourir – und eine Anekdote aus dem ärztlichen Campingalltag von Jochen.

Aourir Marokko Banana Beach Surf

Blick ins Zentrum von Aourir / Centre d’Aourir

Aourir Marokko Banana Beach Surf

Küstenstrasse von Aourir nach Taghazout

Aourir Marokko Banana Beach Surf

Bemalung Banana Beach Surf in Aourir

Taghazout Marokko Banana Beach Surf

Taghazout, Marokko

Taghazout Marokko Terre d'Ocean

Die Einfahrt zum Camping „Terre d’Océan“ aus Richtung Taghazout

 

Bei unserem letzten Aufenthalt in Marokko auf dem Camping „Terre d’Océan“ haben wir Anni und Michel kennengelernt, ein liebenswürdiges Rentnerehepaar aus Südfrankreich. (Michel hatte Jochen damals stolz seinen E320 CDI vorgestellt …) Dieses Jahr hat es Anni ziemlich böse erwischt: Bei einem Sturz zog sie sich eine offene Verletzung am Schienbein zu, die drei Wochen lang nicht behandelt wurde. Erschwerend kam hinzu, dass Anni Diabetikerin ist und noch allerlei andere sogenannte Komorbiditäten mitbringt.

Irgendwann sprach mich Michel an, ob Jochen sich die Wunde einmal anschauen könnte. Wir bekamen Folgendes zu sehen:

Taghazout Marokko Ulcus cruris DM

Bei dem Ausmaß der Entzündung spielte der Rost am Maßband auch keine wirklich große Rolle mehr. Da wir kurze Zeit später abgereist sind, musste Jochen ihr leider empfehlen, das Bein einem Chirurgen vorzustellen – was sie dann auch prompt gemacht hat.

Die erste Etappe Richtung Norden konnte beginnen – hier einige Eindrücke von unserer Fahrt auf der Küstenstraße von Taghazout nach Essaouira:

Marokko Richtung Essaouira W123 Kombi Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse Peugeot J5 Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse

Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse

Kurzer Zwischenstopp – mit lecker Gegrilltem, frisch vom Metzger nebenan!

Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse Marokko Richtung Essaouira Küstenstrasse

Kurz nach Taghazout nahmen wir ein Berberehepaar mit, das auf dem Weg nach Marrakech war. Offensichtlich hatten sie schon eine ganze Weile am Wegesrand gewartet und/oder eine längere Reise hinter sich, da sie das angebotene Essen dankbar annahmen – ich wurde von der Frau mehrmals auf beide Wangen geküsst und vom Mann mit Handküssen bedacht, dass es mir schon peinlich war. Wenn man keine Angst hat, kann man ruhig Anhalter mitnehmen, die zum Teil schwer bepackt vom Souk kommen und etliche Kilometer bis zu ihrem Heimatdorf zurücklegen müssen. Letztes Jahr wurde es uns in den Bergen bei Azilal und Ouzoud mit einer herzlichen Bewirtung am Straßenrand inklusive Tee, Brot, Olivenöl und Nüssen gedankt, nachdem wir auf unserem Weg einen ungefähr 70-jährigen Berber 20 Kilometer weit mitgenommen hatten. Das Leben ist gar nicht so einfach ohne eigenes Auto oder Omnibushaltestellen an jeder Ecke …

Wir kommen am Camping bei Essaouira an

Gegen Nachmittag endete diese Etappe kurz vor Essaouira am Camping „Le Calme“ (zu Deutsch: „Die Ruhe“ – der Name ist Programm!). Empfangen wurden wir mit unaufdringlicher Zen-Meditations-Musik, die vom campingeigenen Pool zu uns herüberwehte, und einem Pfauenpärchen, das erst einmal lautstark auf sich aufmerksam machte und wohl regelmäßig von Gästen (und uns) mit Brot gefüttert wird.

Allerdings schossen wir zunächst an der Ausfahrt zum Camping vorbei, da die Beschilderung – wie in Marokko üblich – meist recht dürftig ausfällt. Die Gelegenheit nutzten wir, um an einer Arganmanufaktur anzuhalten. Ich erhielt prompt eine Führung durch die ehemalige Ölmühle, in der rund zwei Dutzend Frauen die Argannüsse säubern, rösten und zerstampfen, um das wertvolle Öl zu gewinnen, das einen nussigen Geschmack hat – und sehr gesund sein soll. Ich tauschte im Anschluss einige Papierfetzen gegen zwei Flaschen Arganöl, bevor wir wendeten, einige Kilometer auf der Straße zurückfuhren und schließlich den richtigen Weg zum wunderschönen Camping „Le Calme“ fanden.

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Im nächsten Beitrag geht es dann von Essaouira nach Marrakesch.

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