Natur-Camping an der Algarve (1)

Portugal Algarve Ingrina Camping

Wie ich schon in meinem letzten Beitrag zu unserem Winter an der Algarve geschrieben habe, brauchten wir nach zweieinhalb Monaten ganz viel französischer und englischer Gesellschaft unbedingt mal einen Tapetenwechsel, sprich: einen Camping, auf dem eine – nennen wir es mal neutral „alternative Klientel“ anzutreffen ist (wobei „alternativ“ ruhig wörtlich genommen werden kann). Auf dem im Winter in der Mehrzahl nicht nur Pensionäre mit 5-Sterne-Concorde-Wohnmobilen weilen, wobei Ausnahmen natürlich immer die Regel bestätigen!

Nun ist uns auch klar, dass Mitcamper in unserem (oder einem jüngeren) Alter relativ selten zu treffen sind, vor allem solche, die länger unterwegs sind oder – so wie wir – im Womo leben. Es gibt sie aber! Und sie stehen tatsächlich nicht alle wild an irgendwelchen Stränden oder Stauseen oder Hügeln.

Auf der Rückfahrt von einem schönen Essen wurden wir im Auto mit auf eine kleine Tour rund um Vila do Bispo und Figueira genommen, mitten durch einsame Hügel, an einzelnen abgelegenen Häusern vorbei. Wir kamen am Strand von Ingrina (Praia da Ingrina) vorbei, an dem man übrigens auch ganz toll auf einem kleinen Parkplatz direkt am Strand übernachten kann, und dann ging’s einen weiteren Hügel hoch, und dort sahen wir ein kleines, unauffälliges Schild mit der Aufschrift „Camping“. Das mussten wir uns doch mal angucken!

Die Straße führte durch eine Mini-Ortschaft, die überwiegend aus im Winter verlassenen Häusern zu bestehen schien, dann ging’s einen staubigen Holperweg lang – und plötzlich standen wir vor einem Eingang mit einem kleinen Häuschen dahinter und einer Mauer daneben, auf der zu lesen war: „Campismo rustico“. Vielversprechend! In und vor dem Häuschen trafen wir außer zwei schlafenden Hunden niemanden an, also fuhren wir einfach mal über den Platz.

Ganz schnell war uns klar: Das isser, unser nächster Aufenthaltsort! Viele Bäume, keine Parzellen, man darf stehen, wo man möchte, lauschige Ecken, wo man völlig ungestört ist, zahlreiche alte und/oder originelle Wohnmobile und Wohnwagen – und ein kleiner Teil des Campings zur Meerseite hin, von dem aus man aufs Wasser sehen kann. Herrlich! Es war entschieden, einige Tage später zogen wir um auf den „rustikalen Campingplatz“ – und platzierten uns zunächst, natürlich, an der Meerseite.

Portugal Algarve Chembuster

Unser Chembuster 2.0: erst mal für gutes Wetter sorgen

Portugal Algarve Raposeira Ingrina Claudia

lecker Frühstücksbrunch

Portugal Algarve Ingrina Jochen

Hinter uns: die kleine Bar, die im Winter nicht geöffnet war

 

Ein paar Schritte weiter weg führte ein kleiner Weg direkt den Hügel hinunter in Richtung Meer, den wir morgens gleich erkundeten. Nur einige Minuten später waren wir dann auch schon in der Bucht von Ingrina, in der – abgesehen von einigen Frühaufstehern wie wir – nichts los war.

Portugal Algarve Ingrina Camping

Blick auf die Meerseite des Campings

Portugal Algarve Ingrina

Portugal Algarve Ingrina Mandelbäume

beginnende Mandelblüte im Februar

Portugal Algarve IngrinaPortugal Algarve IngrinaPortugal Algarve Ingrina StrandPortugal Algarve Ingrina Strand

Wir hätten uns sehr gern auf einen Kaffee oder Tee in die Strandbar gesetzt, die prominenter nicht liegen könnte, doch die war geschlossen – vermutlich wegen Renovierungsarbeiten, um rechtzeitig für die Saison wieder in neuem Glanz erstrahlen zu können. Zu sehen gab es außerdem noch einen beeindruckenden Wohnsitz, der gegenüber dem Strand auf einer Anhöhe thront und mit zwei antiken Kanonen bestückt ist, und eine Ruine, die laut Beschilderung ein ehemaliges (recht kleines) Fort sein soll.

Portugal Algarve Ingrina Strand Bar

Portugal Algarve Ingrina HerrenhausPortugal Algarve Ingrina Strand Fort

Im zweiten Teil geht es weiter mit unserem Spaziergang und dem Aufenthalt auf dem Campismo rustico!

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