Paella & Apéro: Winter an der Algarve

Figueira Algarve Portugal Caravan Park

Unser Winter an der Algarve ist nun vorbei – wie könnte man ihn am besten beschreiben? Wahrscheinlich so, wie man die ganze Algarve beschreiben könnte: warm, sonnig, teilweise schön einsam und international. Hier treffen sich alle, die es im Winter kuschlig haben, dem weihnachtlichen Konsumwahnsinn entgehen, einfach nur surfen oder ihre Ruhe haben wollen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da galt die Algarve als Geheimtipp und Hippieparadies (ähnlich wie Marokko). Inzwischen gibt es gerade in der Region um Albufeira Betonburgen, die man so auch auf Mallorca finden kann. Doch der Massentourismus – wenn man davon in Portugal überhaupt sprechen kann – konzentriert sich auf wenige Punkte, ansonsten gibt es immer noch erfreulich wenige Camping- oder Stellplätze. Dafür aber jede Menge Parkplätze, auf denen man kostenlos stehen darf, mit grandiosem Blick auf die portugiesische Felsenküste, teilweise in völliger Einsamkeit. Glücklicherweise ist vieles noch naturbelassen geblieben, und in Naturparks darf nichts angerührt werden.

Am Rande eines Naturparks (

Gegen Abend erreichten wir unser erstes Ziel, den Camping Algarve bei Moncarapacho. Wir wurden sehr nett vom portugiesisch-französischen Ehepaar begrüßt, das den Camping letztes Jahr erst eröffnet und sich viel Mühe gegeben hat, ein schönes, natürliches und familiäres Ambiente zu schaffen. Wir sind einige Tage geblieben, konnten uns aber nicht mit dem Gedanken anfreunden, den ganzen Winter über zu bleiben. Leider ist der Campingplatz komplett von Straßen umgeben, was es schwer bis unmöglich macht, mit dem Hund einen Spaziergang zu machen, ohne auf vorbeifahrende Autos achten zu müssen. Also machten wir uns auf, die Algarve einmal von Osten nach Westen zu durchqueren – was nach etwas mehr als 100 Kilometern passiert war.

Als wir in Figueira ankamen, wussten wir sofort: Das isses! Hier bleiben wir erst mal. Joëlle (Französin) und Peyo (Baske), die sich um den Wohnmobil-Stellplatz kümmern, sorgen dafür, dass man sich willkommen fühlt. Je nach Wetter und Arbeitsauslastung gibt es immer wieder gemeinsame Essen, bei denen man entspannt die anderen Gäste beschnuppern kann. Wir kamen in den drei Monaten, die wir insgesamt dort verbracht haben, viermal in den Genuss einer solchen fröhlichen Runde, darunter ein Couscous-Essen an Weihnachten. Wie es dabei so zugegangen ist, könnt ihr hier sehen:

Figueira Algarve Portugal Caravan Park

Peyo, der Stimmungsmacher

Figueira Algarve Caravan Park

Kabeljau-Essen an unserem ersten Wochenende

Figueira Algarve Caravan Park

Weihnachten an der Algarve

Figueira Algarve Caravan Park

die „Weihnachtsfrauen“ Dany und Aline

Figueira Algarve Portugal Caravan Park

Einige der launigen Franzosen, die wir hier kennengelernt haben

Der Platz liegt ungefähr eine Viertelstunde Spaziergang von einer kleinen Bucht mit Sandstrand entfernt, in der man auf Angler treffen kann, die ihre Schnur in die Brandung des Atlantiks werfen – und nicht selten mit einem ordentlichen Fang fürs Abendessen zurückkehren. Verlässt man den Caravan Park, landet man nach ein paar Schritten entweder direkt im Örtchen Figueira (mit Restaurant, Kneipe und Tante-Emma-Lädchen) oder mitten in der Natur, wo es vereinzelt Häuschen und ansonsten nur noch Wiesen, Gärten, Hügel und irgenwann auch die Steilküste zu sehen gibt. Herrlich!

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Unser Stellplatz am Rand des Caravan Park war heiß begehrt – wir hatten das Vergnügen, dort einen Monat lang stehen zu können.

Figueira Algarve Portugal Peugeot J5 Figueira Algarve Portugal Caravan Park

In unserer Zeit in Figueira bekamen wir nochmals einen tieferen Einblick in die französische Lebensart, was bedeutet: Jeder echte (Süd-)Franzose hat immer einen Apéritif und eine kulinarische Schweinerei zur Hand, und zwar vor dem Mittag- und vor dem Abendessen. Ist man erst mal in den „inneren Kreis“ aufgenommen worden (was, wenn man das möchte, schneller passiert, als man „Pastis“ sagen kann), kann man sich vor Einladungen zum „Apéro“ kaum retten. Wie lange man das durchhält, ist eine andere Frage …

Wir jedenfalls hatten nach knapp zweieinhalb Monaten das Bedürfnis nach einem Kontrastprogramm. Und wie es so sein sollte, entdeckten wir in dieser Zeit einen Campingplatz ganz in der Nähe, der genau das bot. Dazu mehr im nächsten Beitrag …

Einige Bilder von unserem Winter an der Algarve habe ich euch noch vorenthalten: Die findet ihr hier in einer Bildergalerie.

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